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Salzburger PiratInnen nach der Landtagswahl 2013: erholt und analysiert ;)

Salzburg. Es waren drei anstrengende und fordernde Monate für das Team der Salzburger PiratInnen. Am 12. Jänner 2013 hat man in weiser Voraussicht die KandidatInnen für eine eventuelle vorgezogene Landtagswahl basisdemokratisch gewählt und ein knappes Monat später, am 14. Februar war es dann offiziell: vorgezogene Neuwahlen am 5. Mai.

Nun hat man ein Ergebnis: 1,3% landesweit für die Liste „PIRAT“. Zeit für eine Analyse dieses Ergebnisses. Zustande gekommen ist es in den drei größten von insgesamt sechs politischen Bezirken: Salzburg-Stadt, Salzburg Umgebung und dem Pinzgau. Für die Analyse werte ich daher auch nur diese drei für die Salzburger PiratInnen relevanten Bezirke aus, bei den restlichen drei Bezirken war man nicht wählbar und am Stimmzettel schien nur eine Zeile mit „Leer“ auf.

Dort, wo man die Salzburger PiratInnen wählen konnte haben sie 3.456 von 182.888 Stimmen erhalten, also 1,9%. Ein respektables Ergebnis wenn man folgende zwei Dinge beachtet: 1979 erreichten die Grünen bei ihrem ersten Antreten 1,8% der Stimmen und man hat dieses Ergebnis mit kaum vorhandenen finanziellen Mitteln erreicht. Andere hatten es da besser. Die zweite „neue“ Partei hat im Rahmen der Landtagswahl ca. 20 bis 25 Mal so viel Geld ausgegeben und am Ende doch nur ca. 4,5 Mal so viele Stimmen erhalten! Für die WählerInnen hat eine Stimme für die „wohlhabendere Partei“ im Rahmen der Wahlkampfkostenrückerstattung also vermutlich mehr als drei Mal so viel gekostet wie für die Salzburger PiratInnen.

Schaut man sich die Vorzugsstimmen an ergibt sich ein erfreuliches Bild für die Salzburger PiratInnen: gemessen an der absoluten Anzahl liegt Wolfgang Bauer, Spitzenkandidat der Liste „PIRAT“, an 14. Stelle von 233. Basis der Daten sind wie eingangs erwähnt die drei politischen Bezirke wo die Salzburger PiratInnen wählbar waren. Bis auf zwei Parteien haben alle prozentual nur unwesentlich mehr, oder weniger Vorzugsstimmen erhalten wie Stimmen allgemein. Die Ausnahmen waren die Grünen, wo signifikant mehr Vorzugsstimmen abgegeben wurden und das „Team“, wo überraschend wenige Vorzugsstimmen vergeben wurde. Das lag vermutlich an den Kandidaten die wahrlich keinen Grund boten Vorzugsstimmen zu geben, Protestwähler haben vermutlich auch wenig Lust den Namen eines „gekauften“ Kandidaten aufzuschreiben. Ein nennenswertes Detail am Rande: Otto Konrad hat um 5 Vorzugsstimmen weniger als Wolfgang Bauer^^

Überhaupt kann sich das PiratInnen-Ergebnis sehen lassen: die Zustimmung der SpitzenkandidatInnen gemessen an den Vorzugsstimmen innerhalb der eigenen Partei spricht auch hier eine deutliche Sprache. Herr Schnell führt mit fast 82%, Frau Rössler bringt es auf knapp 66% und auf Platz drei, und somit ein „Stockerlplatz“ hat Wolfgang Bauer mit über 55%. Danach folgen die SpitzenkandidatInnen von KPÖ, ÖVP, SPÖ und ganz am Ende mit nur mehr 20,9% Herr Mayer vom Team (dessen Beliebtheit in der eigenen Wählerschaft wohl auch endend wollend ist).

Es gibt einen einzigen Ausreißer: Herrn Mete von der SPÖ. Er führte als einziger einen Vorzugsstimmenwahlkampf und ist kläglich gescheitert. Obwohl ohne Konkurrent aus der eigenen oder anderen Parteien hat er nur rund 1/4 der notwendigen Vorzugsstimmen erhalten. Anders als in einer von sich als „Qualitätsblatt“ redenden Tageszeitung haben die Salzburger PiratInnen übrigens gut doppelt so viele Stimmen wie Herr Mete erreicht. Davon abgesehen, dass er mit 32,6% am 6. Platz zwar vor Frau Burgstaller ist, aber auch das nur mit 2 Stimmen Unterschied, folgt schon auf Platz 8 wieder eine Kandidatin der Salzburger PiratInnen: Kathrin Muttenthaler! Wen wundert es da übrigens noch, dass eben dieses „Qualitätsblatt“ auch beim Abdrucken der Wahlergebnisse jene der Salzburger PiratInnen mit denen der KPÖ vertauscht hat und das bis heute den LeserInnen nicht richtig gestellt hat?

Alles in Allem haben die Salzburger PiratInnen als Team und deren KandidatInnen für den ersten Antritt bei einer Landtagswahl mehr als respektabel abgeschnitten. Wir sind daher auch mehr als zufrieden und wie gesagt: nach der Wahl ist vor der Wahl!

Klarmachen zum Ändern.


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