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2.000.000 ELGA-Datensätze unverschlüsselt im Internet!

So könnte eine Schlagzeile der Zukunft aussehen. Vor kurzem waren es 65.000 Kundenkonten der Salzburg AG, jetzt 400.000 Schülerdatensätze vom BIFIE und das nächste Mal könnten es 2.000.000 ELGA-Datensätze sein die an die Öffentlichkeit gelangen. Schuld sind aber nicht immer die „bösen“ Hacker: mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, fehlendes Problembewusstsein oder der sorglose Umgang mit sensiblen Daten machen in Wahrheit immer öfter Probleme. Was uns allen klar sein muss: unsere Daten haben in den falschen Händen großes Schadenspotential.


Die Salzburger Piratenpartei legt schon lange einen Schwerpunkt auf die Aufklärung und das Schaffen von Bewusstsein für das Thema Datensicherheit. „Es braucht die Salzburger Piratenpartei im Salzburger Gemeinderat damit man die nächsten Datenlecks in Salzburg verhindern kann“ sagt Wolfgang Bauer, Spitzenkandidat der Salzburger Piratenpartei für die Gemeinderatswahl am 9. März in der Stadt Salzburg.

Durch das Datenleck mit hunderttausenden Datensätzen wurde das Problem nun publik. Wolfgang Bauer: „Jetzt versucht man wie immer erst einmal die möglichen Aufdecker zu kriminalisieren und mit Anzeigen einzuschüchtern“. Der Fokus sollte auf den Umstand gerichtet werden, wie es sein kann, dass so sensible Daten von österreichischen Staatsbürgern überhaupt in dieser Größenordnung für alle einsehbar ins Internet, und vor allem in diesem Umfang auf ausländische Server, gelangen konnten.

Datensparsamkeit ist wie immer ein Thema: was nicht erfasst und gespeichert wird, kann auch nicht gehackt werden. Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit stellt sich wie bei der Kameraüberwachung im öffentlichen Raum auch immer wieder. Ist der Nutzen das Risiko wert? Meistens wird das nicht einmal evaluiert, sondern einfach pauschal bejaht. „Hier muss sich vieles von der Einstellung her ändern“ sagt Bauer.

Um Bei unserem fiktiven Beispiel zu bleiben: sollten jemals ELGA-Daten ins Internet kommen wären die Folgen fatal! Menschen mit chronischen Erkrankungen zum Beispiel wären für immer stigmatisiert, denn was einmal im Internet ist bekommt man nicht mehr heraus. Auch wenn man etwas löscht: es gibt Kopien in Caches, auf Spiegelservern, bei Internetdiensten die automatisch Sicherheitskopien von Inhalten anlegen und auf den Rechnern von Menschen die sich schon eine Kopie erstellt haben. Kriminelle könnten einen „Firmen- oder Versicherungsservice“ einrichten wo dann ein Versicherungsunternehmen vor Abschluss einer Krankenversicherung in einer illegalen Datenbank die Krankengeschichte des Antragsteller, oder seiner Familie durchforsten kann… selbiges gilt für Firmen die Menschen einstellen wollen.

Sensible Daten haben grundsätzlich nichts im Internet zu suchen, und schon gar nicht unverschlüsselt auf rumänischen Servern“ meint Bauer abschließend.


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